Schwerpunkte

Als Privatpraxis kann das ZENTRUM FÜR FUß UND SPRUNGGELENK von Dr. Böhr Ihnen das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie für Erkrankungen an Fuß und Sprunggelenk anbieten. Dies beinhaltet insbesondere die konservative und funktionell-konservative Therapie. Zudem steht aufgrund der spezifischen Weiterbildung von Dr. Böhr auch die differenzierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen an Hand und Ellenbogen zur Verfügung.

Einen Schwerpunkt im ZENTRUM FÜR FUß & SPRUNGGELENK bildet die Therapie von chronischen und degenerativen Erkrankungen, wie z.B.: Senk-Spreizfuß, Hallux valgus, Hammerzehe, Krallenzehe, Schneiderballen, Fersensporn, Arthrose, Überbein, Morbus Ledderhose, Tarsaltunnel Syndrom, eingewachsener Zehennagel, Karpaltunnel Syndrom, Morbus Dupuytren, Schnappfinger, Hausfrauendaumen, Tennisellenbogen, Golferellenbogen. Dazu gehörten auch die häufig sehr schmerzhafte Plantarfasziitis, die chronische Instabilität im oberen Sprunggelenk und als häufigstes Krankheitsbild die Transfermetatarsalgie.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Diagnostik und Therapie von frischen Verletzungen und Verletzungsfolgen wie z.B. Turf toe (Kapselverletzung des Großzehengrundgelenkes), Umknickverletzungen des Sprunggelenkes, Bänderrisse, frische Frakturen und Sehnenverletzungen.

In allen Fällen kommt modernste Diagnostik und Therapie nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik zum Einsatz.

 

Hallux valgus

Die „krumme Großzehe“ ist eine sehr häufige Erkrankung in meiner täglichen Praxis. Es handelt sich um eine Abweichung der Großzehe nach außen – also zur kleinen Zehe hin. Dabei entstehen häufig Druckstellen im Schuh, Schmerzen beim Laufen und eingeschränkte Belastbarkeit sowie kosmetische Einschränkungen. Wenn die Erkrankung weiter fortschreitet, ergeben sich häufig zusätzlich Veränderungen der benachbarten Kleinzehen und Arthrose.

Der wichtigste Teil der Therapie des Hallux valgus ist die eindeutige Identifizierung der Ursache. Hier kommen zum Beispiel der Senk-Spreizfuß, eine Instabilität im TMT 1 Gelenk, aber auch der Hohlfuß oder Erkrankungen des rheumatologischen Formenkreises in Betracht. Dabei spielen oft komplexe biomechanische Zusammenhänge eine wichtige Rolle. Ist die Ursache klar, kann im Rahmen unseres Konzeptes ORTHO-professional CARE mit der auf jeden Patienten individuell zugeschnittenen Therapie begonnen werden.

Dabei kommen unter anderem die Spiraldynamik ©, elektronische Muskelstimulation mit Biofeedback, passive Einlagen, Kinesiotape und individuell kinesiologisch ausgetestete sensomotorische Aktiveinlagen zum Einsatz. Aber auch die Osteopathie, propriozeptives Training und medizinische Trainingstherapie spielen eine wichtige Rolle. Ein erkranker Fuß als sensomotorische Schaltzentrale des Körpers verursacht über die aufsteigenden Muskelketten oft noch weitere Probleme wie Knieschmerzen, Hüftschmerzen, Blockierungen des Iliosakralgelenkes und Rückenschmerzen bis hin zu Halswirbelsäulenbeschwerden und kraniomandibulärer Dysfunktion der Kiefergelenke. Solche Folgeprobleme bessern sich regelhaft im Laufe der von uns begonnenen konsequenten Behandlung einer Hallux valgus Problematik.

Falls die intensive und konsequente funktionell-konservative Therapie nicht ausreicht um das gewünschte Therapieziel zu erreichen, stehen unseren Patienten natürlich auch die operativen Verfahren des ZENTRUM FÜR FUß & SPRUNGGELENK zur Verfügung. Alle Eingriffe werden von Dr. Stefan Böhr persönlich durchgeführt.

Je nach Ursache der Hallux valgus Fehlstellung entscheiden wir mit Blick auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Patienten, welche Operationsmethode in Frage kommt. Dabei stehen für die Operationen sowohl resorbierbare Implantate wie auch nickelfreie Implantate, Titanimplantate und Formgedächnisimplantate zur Verfügung. Je nach medizinischem Befund kommen dann einfachere Knochenverschiebungen am Vorfuß (z.B. Youngswick OP, Akin OP) oder Versteifungsoperationen im Bereich des Mittelfußes (z.B. OP nach Lapidus) bis hin zu hochkomplexen Eingriffen mit dreidimensionaler Rekonstruktion des Rückfußes in Betracht (z.B. varisierende Fersenosteotomie, Evans-Osteotomie). Dabei immer im Blick: die eigentliche Ursache des Hallux valgus muss behoben werden, sonst ist ein Rezidiv vorprogrammiert!

Falls notwendig, können während der Hallux valgus Operation in selber Sitzung oft auch noch begleitende Erkrankungen und Fehlstellungen der Kleinzehen korrigiert werden.

 

Morbus Ledderhose

Der Morbus Ledderhose ist eine oft sehr unangenehme und schmerzhafte Bindesgewebsveränderung im Bereich der Fußsohle. Es handelt sich um eine Fibromatose der Plantarapponeurose – eine gutartige aber häufig lästige Erkrankung mit Schmerzen beim laufen, Verklebungen und Einziehungen der Haut sowie ausgesprochen ansprungsvoller Schuh- und Einlagenversorgung. Der Verlauf der Erkrankung ist häufig schubweise und zieht sich typischerweise über viele Jahre. Die Diagnose ist häufig schon bei der ersten Untersuchung des Patieten möglich. Gelegentlich sind noch weitere Untersuchungen zum Ausschluss von Begleiterkrankungen notwendig.

Eine Therapie des Morbus Ledderhose ist in zwei Fällen notwendig: zum einen wenn die Haut der Fußsohle durch die Erkrankung in Mitleidenschaft gezogen wird und dadurch schlecht oder sogar gar nicht mehr verschieblich ist. Viel häufiger ist aber der steigende Leidensdruck des Patienten Auslöser für den Beginn einer Therapie. Dann steht vor allem die chirurgische Therapie mit Entfernung der schmerzhaften Veränderungen im Vordergrund. Dies ist häufig als ambulanter Eingriff möglich und wird im Zentrum für Fuß & Sprunggelenk von Dr. Stefan Böhr immer mit Lupenbrillenvergrößerung durchgeführt, um Gefäße und Nerven im Bereich der Fußsohle möglichst gut zu schonen.

 

Turf Toe

Beim Turf Toe handelt es sich um eine Verletzung bzw Verletzungsfolge am Großehengrundgelenk. Dabei können die Gelenkkapsel des Großzehengrundgelenkes, die Seitenbänder und die Plantare Platte verletzt werden.